Politische Bildungsfahrt nach Berlin im Juni 2013

Politische Bildungsfahrt in die Bundeshauptstadt Berlin

Auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Dieter Stier besuchten u.a. einige Weißenfelser Gruppenmitglieder des Vorruhestandsvereins der Chemie e.V. am 13. und 14. Juni 2013 die Bundeshauptstadt Berlin.

Die Stadtrundfahrt durch Berlin zeigte: die städtebaulichen „Wunden“ in den ehemaligen Mauerbereichen sind verheilt, bzw. völlig neu gestaltet. Die beiden aktuellen Großbaustellen U-Bahn unter den Linden und das Stadtschloss sollen nach derzeitigen Prognosen planmäßiger verlaufen als der Flughafenbau !

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Das Informationsgespräch und die Führung in der Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße (ehemalige Stasizentrale) erfolgte im 2012 mit temporären Ausstellungsangeboten saniertem Haus 1. Schwerpunkt des Info-Gespräches war die Selbstverbrennung von Pfarrer Brüsewitz in Zeitz.

Bei der Schiffsrundfahrt auf der Spree Uhr wurde das Abendessen fast zur Nebensache. Das pulsierende Leben am sonnigen Spreeufer und die vielen historischen und neuen Gebäude waren vom Schiff aus zu sehen ein besonderes Erlebnis. Nach der Schiffsrundfahrt ging es nach einem Sicherheits-Check ins Reichstagsgebäude. Ab 22.00 Uhr waren wir vom Besucherrang aus Zeugen eines vollen Plenarsaales bei einer namentlichen Abstimmung der Bundestagsabgeordneten. Wir Besucher der Plenarsitzung konnten sogar noch nach 23.00 Uhr die Glaskuppel besteigen und das Berliner Nachtpanorama erleben.

Am 2. Tag hat Herr Dieter Stier die Teilnehmer der politischen Bildungsfahrt über den Umfang seiner Aufgabenbereiche in der CDU/CSU – Fraktion und als Mitglied in zwei Ausschüssen des Bundestages und weiterer Gremien informiert. Es sind sehr komplexe, verantwortungsvolle Aufgaben auch mit Schwerpunkten für seinen Wahlkreis.

Das Informationsgespräch im Bundesministerium des Inneren war inhaltlich viel umfangreicher als erwartet. Die 120 Seiten umfassende Broschüre über das Bundesinnenministerium zeigt die Bandbreite der Aufgaben. Der 1. Dienstsitz mit 1200 Mitarbeitern befindet sich seit 1999 in Berlin-Moabit in einem angemieteten Bürokomplex. Ein Neubau auf einem bundeseigenen Grundstück ermöglicht ab 2015 eine zentralere und wirtschaftlichere Unterbringung und optimale Sicherheit. In der Diskussion kam u.a. auch zum Ausdruck, dass viele aktuelle Ereignisse, z.B. NSU-Morde, Hochwasserschutz, uneinheitliche Schulpolitik –  durch ein starr praktiziertes föderalistisches System für die Bundesrepublik staatsgefährdend und entwicklungshemmend sind.

Dr. Werner Jecht

Gruppe Weißenfels

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