Ablauf einer Sitzungswoche

Mindestens 20 Sitzungswochen gibt es im Jahr. Dann kommen alle Bundestagsabgeordneten nach Berlin, schließlich besteht für sie nach Paragraph 14 des Abgeordnetengesetzes an den Sitzungstagen Präsenzpflicht. Vor jeder Sitzung müssen sich die Abgeordneten in eine Anwesenheitsliste eintragen.

      Sitzungskalender 2013
      Sitzungskalender 2014

Montag:

Der Montag ist der Anreise der Abgeordneten vorbehalten. Meist finden am Abend schon Vorstandssitzungen und Landesgruppen-Sitzungen der einzelnen Fraktionen statt. Montag ist der einzige Tag der Sitzungswoche, an dem noch keine Präsenzpflicht besteht.

Dienstag:

Vormittags kommen die Arbeitsgruppen zusammen. Von 9:00 – 13:00 Uhr findet die Arbeitsgruppensitzung Ernährung-Landwirtschaft-Verbraucherschutz und  von 13:30 – 14:00 Uhr die Arbeitsgruppensitzung Sport und Ehrenamt statt. Am Nachmittag von 15:00  – meist 17:00 Uhr ist die Fraktionssitzung aller 260 CDU/CSU Bundestagsabgeordneten.

Mittwoch:

Am Mittwoch tagen die Ausschüsse. Die in den CDU-Arbeitsgruppen vorbereiteten Themen werden in den Ausschüssen mit den Vertretern der anderen Fraktionen diskutiert und beraten. Am Nachmittag findet die „€žRegierungsbefragung“€œ und gegebenenfalls eine „€žAktuelle Stunde“€œ statt. Die Abende nutze ich für Informationsgespräche oder Pralamentarische Abende, um mich im Rahmen von Parlamentarischen Abenden über die verschiedenen Positionen zu Informieren.

Donnerstag und Freitag:

Am Donnerstag und Freitag finden die Debatten und Abstimmungen im Plenum statt. Donnerstags beginnen die Debatten um 9:00 und gehen meistens bis spät in die Nacht. Die Kernzeit am Freitag für Debatten  im Plenarsaal geht von  9.00 Uhr bis 13.00 Uhr. Anschließend kann ich dann bereits wieder Termine in meinem Wahlkreis wahrnehmen. In der Regel sind allerdings€“ bis auf bei Regierungsbefragungen und namentlichen Abstimmungen €žmeist nur€œ die Fachpolitiker im Plenarsaal.
Das liegt daran, dass die Abgeordneten  weitere Aufgaben und Verpflichtungen haben, die sie außerhalb des Plenargeschehens in der Sitzungswoche erledigen müssen: Die Betreuung von Besuchergruppen, die Wahrnehmung von Einzelterminen mit der Presse, oder mit Vertretern der Länder und Kommunen, der Verbände und mit anderen Lobbyisten, aber auch die Bewältigung des Schriftverkehrs, zum Beispiel die Bearbeitung von Bürgeranfragen.